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Nacken

veröffentlicht am 01.06.2017

Jagd, Ackerbau, Viehzucht waren ihr Alltag – dabei legten sie manche Strecke zurück. Der menschliche Körper ist diese „mobile“ Lebensweise seit Jahrtausenden gewohnt. Und heute?
Wir fahren im Auto sitzend ins Büro, wir verdienen meist vorm Computer sitzend unser Geld – und wir entspannen uns in der Freizeit meist sitzend vor dem Fernseher. Für unseren Körper bedeutet das: er muss sich nicht nur viel zu selten bewegen, sondern – was viel schlimmer ist: immer die gleiche Haltung einnehmen: sitzen.
Hinzu kommt häufig noch die Belastung durch eine falsche Körperhaltung und eine ungünstige Arbeitsweise, die wir meist freiwillig einnehmen und sogar „bequem“ finden: ein zusammengekrümmter oder beim häufigen Telefonieren verdrehter Rücken, stundenlanges gebanntes Verharren in derselben Haltung vor dem Bildschirm, weil man sich „vergisst“ – und nicht zuletzt Stress, der uns so lange den Kopf einziehen lässt, bis wir völlig steif geworden sind und ihn kaum mehr bewegen können.
Das Resultat: der nur zu gut bekannte steife Nacken – eine Verkrampfung der Muskeln im Schulter- und Nackenbereich - und Kopfschmerzen. Wenn dann nur der Schlaf eine Erholung bringt und die einzige Haltung ist, die Entspannung bringt, wird es höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen! Gerade die Wirbelsäule ist äußerst biegsam und beweglich – die vielen Wirbel und Muskeln, die sie bewegen, sind trainiert sogar zu akrobatischen Leistungen fähig.

Wenn wir unseren Rücken also regelmäßig bewegen, vor allem durch Gymnastik oder Fitnesstraining, vermindern wir nicht nur die Gefahr einer Verspannung oder einseitigen Abnutzung, sondern fördern auch die gesamte Durchblutung des Körpers und somit unsere Konzentrati-onsfähigkeit.
Die Gelenke zwischen den sieben Halswirbelkörpern sind die beweglichsten Gelenke unseres Körpers. Diese Beweglichkeit begünstigt hohe mechanische Belastungen und stärkere Abnutzungserscheinungen. Deshalb treten mit steigendem Alter die Nackenschmerzen immer häufiger auf. Auch Übergewicht führt zu hohen mechanischen Belastungen. Laut Statistik leidet ca. jeder dritte Erwachsene mindestens einmal im Jahr unter Nackenschmerzen. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer.

So lindern Sie Ihre Nackenschmerzen
- Machen Sie sich im Laufe des Tages immer wieder bewusst, wie Ihre Körperhaltung gerade ist. Sitzen Sie stets aufrecht? Versuchen Sie, Ihre Haltung immer wieder mal zu wechseln, damit nicht immer dieselben Muskeln beansprucht werden.
- Ist Ihr täglicher Arbeitsplatz so organisiert, dass er eine einseitige oder schiefe Haltung begünstigt? Überlegen Sie, ob beispielsweise der Abstand zum Bildschirm und das Verhältnis von Sitzhöhe zum Tisch eine natürliche aufrechte Haltung erschwert.
- Das A und O ist gezielte Bewegung: Nehmen Sie sich regelmäßig ein paar Minuten Zeit für eine Bewegungspause mit ein paar einfachen Übungen: Stellen Sie sich aufrecht hin (gerader Rücken!) und strecken Sie Ihre Händen über den Kopf. Halten Sie diese Position für 10 bis 30 Sekunden bei ruhiger und gleichmäßiger Atmung. Lassen Sie anschließend Ihre Schultern und Ihr Becken ein paarmal kreisen. Drehen Sie anschließend Ihren Kopf langsam zur Seite, abwechselnd nach links und rechts. Bewegen Sie ihn dann langsam nach vorne (Kinn in Richtung Brust) und nach hinten (Kopf in den Nacken). Dehnen Sie zum Schluss Ihre seitliche Nackenmuskulatur (siehe Abbildung unten). Gehen Sie dabei nie bis zur Schmerzgrenze.
- Und Sie können Ihrem Rücken noch mehr Gutes tun: Wir bieten Ihnen ein individuell auf Ihren Körper und Ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmtes Rückentraining an, das gezielt Ihre Muskulatur aufbaut und stärkt - und durch das Ihr ganzer Körper wieder in Schwung kommt.

Nacken